Tradition

Eine jahrhundertelange Tradition – ein paar historische Einblicke

Wirft man einen Blick in die Geschichte von Gut Schledebrück, so geht dieser unfassbar weit zurück und schon immer wurde hier Landwirtschaft betrieben. Ob früher einmal Schweine oder Pferde hier lebten oder ein eigenes Brauhaus (bis ca. 1800) Bier herstellte oder viel Ertrag von den Feldern eingeholt wurde – es war schon immer ein reges landwirschaftliches Treiben rund um diesen Hof. Die Produkte haben sich im Laufe der Zeit gewandelt, aber die Landwirtschaft an sich hat hier jahrhundertelange Tradition


Einige Eckdaten und historische Bilder gern hier für Sie:

Der Name Schledebrück geht auf die Brücken und Furten zurück, die schon damals die Gegend durchzogen. So hieß es 1189 „Sletbrugghe“.

Bereits 1189 wurde Gut Schledebrück erstmalig urkundlich genannt. Und zwar unter den Gütern, die der Vogt Widukind von Rheda dem Kloster Marienfeld übereignete. In dieser Zeit „zahlte“ der Landmann von Gut Schledebrück dem Kloster jährlich 16 Molt Weizen, 4 Molt Gerste, 8 Schweine, 4 Fässer Butter, 300 Eier, 10 Hühner und Flachs. Eine Zeit, in der andere Tauschgeschäfte galten als heute.

1189 entstand die dem Gutshof vorgelagerte Mühle: molendinum in Sletbrugge. Um Mitte des 16. Jahrhunderts war die Mühle verfallen und wurde wieder neu aufgebaut.

Bis 1300 liest man über unterschiedliche Abmachungen zwischen dem Kloster Marienfeld, den Grafen von Bentheim und dem Bischof zu Osnabrück über einzelne Feldaufteilungen vom Gut. Erst 1564 wurde der Hof endgültig dem Bistum Osnabrück zugeordnet.

ca. 1317 wird zum Schutz eine Gräfte rund um den Hof erbaut und durch den Ölbach mit Wasser gespeißt.

1585 Glocke auf dem Dach vom Haupthaus wird angebracht. Sie rief früher die Menschen mittags und abends vom Feld zum Essen nach Hause.

Als Gutshof mit zahlreichem Hektar und Getreide- und Viehwirtschaft wurde er seit 1717 von Johann Heinrich Brüning I in Ehe mit Witwe Maria Catharina Mumbro geb. Flaskamp betrieben.

1741 Johann Heinrich Brüning und seine Ehefrau Maria Catharina errichten das Torhaus.

1765 wurde die Kapelle im Garten am Ufer der Gräfte gebaut. 1788 erhielt der Hof die erzbischöfliche Erlaubnis, in ihr Gottesdienste zu feiern. (Übrigens: unsere beiden Kinder Johannes und Paul wurden in ihr getauft)

1822 Florenz Brüning (Sohn aus erster Ehe von Johann Heinrich Brüning) wird Hoferbe und baut 1824 das jetzige Herrenhaus (wie auf dem großen Foto oben zu sehen)

1829 übernimmt Florenz Halbbruder Adolf den Hof und übergibt ihn später an seine Söhne Hubert und Alwin. 1905 stirbt Hubert, sodass Alwin und seine Frau Maria den Hof alleine weiterführen bis Hubert Brüning (1890 geboren) 1911 den Hof übernahm.

1835 legte Adolf Brüning eine neue Ölmühle an und erneuerte die bestehende Bockemühle. Auch ein Wohnhaus für den Müller und ein Schmiedehäuschen enstanden 1838.

1933 Kapelle wird restauriert.

1944 Bomben zerstören das Wirtschafsgebäude. (großes Gebäude linkerhand, wenn man in die Toreinfahrt hineinschaut). Es brannte vollständig aus; auch viele Waldungen verbrannten. Nach und nach wird es wieder aufgebaut.

Seit 1987 als Baudenkmal eingetragen einschließlich der Gräfte, die rund um den Gutshof verläuft und der vorgelagerten Mühle, sind: Herrenhaus, Torhaus, Kapelle, Brauhaus, Pferdestall und Bildstock.

2010 Hubertus Pavenstädt übernimmt Gut Schledebrück

2015 Haupthaus komplett saniert inklusive drei schöner Mietswohnungen.

2016 Mühlenhaus komplett saniert und zwei schöne Mietswohnungen in ihm geschaffen.


Übrigens: Der Bildstock vor der Toreinfahrt ist von 1701 und wurde von Johann Berthold Mumperow und seinem Bruder Johann Heinrich errichtet. 1935 wurde er von Hubert Brüning und seiner Frau Christine Eustermann erneuert und stellt den heiligen Hubertus dar, der die Gesichtszüge von Adolf Brüning trägt, der ein großer Jäger war.